Muskelkraft ist alles…
…zumindest bei diesen Musikinstrumenten, die in der Computing Culture Group am MIT Media Lab unter Leitung von Noah Vawter entwickelt wurden.
Wenn man ein traditionelles Instrument spielt, braucht man Muskelkraft. Um z.B. ein Akkordeon zu spielen, braucht man Kraft um den Balg auseinander und wieder zusammen zu ziehen/drücken. Bei elektronischen Instrumenten geschieht in der Regel keine Übersetzung von Kraft in Energie – Energie kommt aus der Steckdose oder von Batterien.
Im Paper zum Projekt werden weitere Nachteile elektronischer Instrumente aufgeführt:
- Transport: oft sind elektr. Instrumente groß, schwer und unhandlich
- Zugang: man kann das Instrument nicht einfach in die Hand nehmen und loslegen. Man braucht Strom, einen Verstärker oder muss das Instrument vorher noch konfigurieren.
This, along with the possible commitment to download and install, reduces the immediacy and accessibility of electronic instruments, inhibiting curious people from trying them out. Therefore, any exertion instrument should produce sound the moment it is touched.
Basierend auf diesen Erkenntnissen schlägt Vawter vor
Instead of carrying a large reserve of power in the form of batteries, their power must be generated on the spot. This means that if a player wants to create louder sound, he or she must exert harder.
Man erzeugt den benötigten Strom selbst. Dadurch ist man unabhängig von Steckdosen/Batterien, kann das Instrument jederzeit zur Hand nehmen und loslegen und es findet auch noch eine direkte Übersetzung von Kraft in Energie statt, die dem Instrumentenklang einen analogen Anstrich verpasst.
Links:
- Instrumente, die in dem Projekt gebaut wurden
- Dokumentation des Projekts
- Datenbank zum Projekt mit handbetriebenen Objekten
- Umfangreicher Bericht über Stromerzeugung per Muskelkraft
???
Tolles Projekt. Direkte Einflussnahme von Körperlichkeit auf Klang – wie bei klassischen Instrumenten. Das analoge im digitalen, irgendwie so…
via makezine




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